Ich bleib dabei: zuckerfrei!

Photo by Karley Saagi on Pexels.com

Ich habe viele Diäten und Ernährungsarten ausprobiert, doch es war nie das richtige dabei. Oder vielleicht war es das und ich habe aus falschen Motivationsgründen gehandelt. Natürlich verfolgte ich immer noch sämtliche Food- und Ernährungstrends. Anfang letzten Jahres kam es schon, dass zuckerfrei zu leben, immer populärer. Ich beobachtete schon länger Anastasia Zampounidis, die in meiner Wahrnehmung die Erste war, die zumindest mir das Thema näher brachte.

Schnell hatte ich ihre Bücher gekauft und es klang auch alles sehr plausibel, aber so wirklich motiviert war ich noch nicht. Zumal ich eine kleine, süße Sünde am Tag liebte. Nach dem Mittagessen gehört etwas Schokoladiges, Cremiges, einfach etwas Süßes zu meinen täglichen Belohnungen. Auch ein schöner Sonntag mit Kaffee und Kuchen hatte für mich Tradition. Ich liebte Gebäck in jeder Form und das Scokocroissant am Sonntag oder Kuchen zur Feier des Tages, gehörten für mich einfach dazu. Warum sollte ich das aufgeben?

Ich weiß nicht, was mich schlussendlich bewegte, aber ich entschied spontan von einem Tag auf den anderen im Mai, dass ich dem Zucker Lebewohl sage. Ich machte es nicht, weil ich abnehmen wollte, sondern weil ich mich bewusster ernähren wollte. Ich litt verstärkt unter meiner Migräne, meinen Launen und meinem Mittagstief. Doch auch die Neugierde, ob der Effekt wirklich so groß war, wenn ich Zucker weglassen würde, war eine treibende Kraft.

Ich hielt mich an die Vorgaben von Anastasia und es fiel mir nicht so schwer, wie erwartet. Man muss dazu sagen, dass ich mich persönlich sehr gut zusammenreißen und durchbeißen kann. Sei es eine Detox-Woche, Saftkuren, usw. Ich kannte es zu verzichten und da ich es diesmal irgendwie gerne machte, war es nicht so schwer. Morgens gab es Porridge mit Obst statt Brot mit Marmelade und auch alles andere ließ sich ersetzen. Ich finde es zwar immer noch etwas befremdlich, wenn ich im Supermarkt stehe und die Etiketten studiere, aber was muss, das muss!

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich vorher immer gesagt habe, dass ich es nicht befriedigend finde, Süßes durch Obst zu ersetzen. Wenn ich Lust auf Schokolade hatte und stattdessen zu einem Apfel griff, war die Folge, dass ich erst den Apfel und dann die Schokolade aß. Es war kein adäquater Ersatz für mich. Mittlerweile greife ich nur zu Obst und es reicht vollkommen, um mich glücklich zu machen.

Insgesamt kann ich nach knapp 9 Monaten zuckerfrei sagen, dass ich dabei bleibe und dass es mir gefällt. Die positiven Effekte sind einfach so viel mehr Wert als die kurzzeitige Befriedigung durch Kuchen und Co. Man muss zwar alles frisch zubereiten und auch gut organisieren und kochen, doch das ist es wert. Ich fühle mich wohler, fitter und einfach besser. Selbst meine Kinder greifen bei Kuchen zu den zuckerfreien Alternativen und vermissen nichts. Werbung, da Namennennung