Dinge, die man morgens nicht hören will

Eltern kennen diesen Zustand nur zu gut. Man wird morgens aus dem Schlaf gerissen, weil die lieben Kleinen den neuen Tag begrüßen wollen. Meist zu Unzeiten, aber das legt sich ja im Laufe der Zeit. Mit meinem Sohn, als er ungefähr zwei Jahre alt war, war ich auch gerne mal morgens um 7 Uhr auf dem Spielplatz. Doch man muss das immer positiv sehen: morgens um 7 Uhr hat man den Spielplatz noch für sich und es gibt keinen Streit mit anderen Kindern um die Sandförmchen.

Mittlerweile schlafen beide Kinder besser, wenn auch nicht zwingend sehr lang. Und während man sie unter der Woche jedes Mal brav wecken muss, ist es Gesetz, dass sie am Wochenende von selbst aufstehen und das meist auch noch viel zu früh. Doch nicht nur wir Eltern sind um diese Zeit nicht unbedingt ausgeschlafen und bestens gelaunt, auch die Kleinen suchen noch nach ihrer Tagesform. Was sie aber immer sofort finden, sind ihre Ansprüche. Das endet meist in Diskussionen, die kein Mensch und schon gar nicht am frühen Morgen braucht. Meist ist das Corpus Delicti die morgendliche Milch. Man kommt fröhlich mit der Milch ins Zimmer, denkt sich nichts Böses und was kriegt man zu hören: „Das ist nicht meine Flasche! Ich will die blaue!“ oder „Die Milch ist viel zu heiß!“ dicht gefolgt von „Die Milch ist so kalt!“ Wie man es macht…

Doch manchmal sind sie in der Früh auch sehr aktiv. So kam es vor, dass Opa, als er bei uns übernachtet hatte, morgens dachte, ein SEK-Trupp stürmt sein Zimmer. Mein Sohn stiefelte mit seinem Playmobil-Hubschrauber inklusive blauer LED-Leuchte im Stockdunkeln nach unten und stürmte mit Lichtshow und Sirene das Zimmer. Da war ich doch ganz froh, dass mein Vater hart im Nehmen war und keinen Herzinfarkt bekam.

Beim letzten Mal traf es mich – zwar nicht ein Polizeieinsatz, aber ebenfalls sehr fragwürdig. Meine Tochter war kurz nach fünf wach. Ich schleppte sie zurück in ihr Bett, legte mich dazu und war voller Hoffnung, dass sie nochmal einschlafen würde. Es war ganz ruhig und ich schloss meine Augen – bis zum entscheidenden Moment: „Weißt du Mama, was ich in meinem Bett habe?“ Ich grummelte nur irgendetwas und meine Tochter sagte freudestrahlend: „Ein Xylophon!“ und spielte fröhlich darauf los. So schnell wach war ich gefühlt noch nie und ich stelle mir gar nicht die Frage, warum man ein Xylophon in seinem Bett haben muss. Was für ein einzigartiger Start in den Tag…

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